Verlege-Anleitung: Travertin im Römischen Verband verlegen

Verlege-Anleitung: Travertin im Römischen Verband verlegen

Verlege-Anleitung: Travertin im Römischen Verband verlegen

In 3 Schritten zum schönen Natursteinboden: Ganz einfach Travertin im Römischen Verband verlegen! Der Römische Verband, ein beliebtes Verlege-Muster, unterstreicht das mediterrane Flair der Travertinfliesen. Erfahren Sie hier im Video, wie’s geht! Mehr Informationen zur Verlegung von Travertin- oder anderen Natursteinfliesen und eine Planungshilfe finden Sie auf: https://www.jonastone.de/w/verlegung/travertin-verlegen.html Bei weiteren Fragen rund um Travertin, den Römischen Verband oder die Verlegung von Natursteinfliesen helfen Ihnen die Naturstein-Berater von jonastone gerne weiter: https://www.jonastone.de/ Hinweis: jonastone übernimmt keine Haftung für Verlegefehler
Natursteinfliesen verlegen – Sie wollen es selber machen? Wir zeigen Schritt für Schritt wie’s geht!
Starten sie mit der Grundierung des Bodens
Die Grundierung wird benötigt um die Haftung des Natursteinklebers zum Untergrund zu verbessern
und Staub und lockere Teilchen zu binden
Die Wahl des Grundiermittels hängt vom Untergrund ab
Haben Sie einen saugenden Untergrund, wie z.B. einen zementären Estrich
Kaufen Sie eine hierauf abgestimmte Grundierung.
Handelt es sich hingegen um einen nicht saugenden Untergrund,
wie Beton, metallische Oberflächen, alte Fliesen oder eine Glasoberfläche,
benötigt man eine auf diese Flächen abgestimmte Grundierung
Verwenden sie eine Spezial-Grundierung, wenn Ihre Fliesen größer als etwa einen halben m² sind.
So wird einen höhere Haftung gewährleistet.
Bevor es losgeht wird geprüft, ob der Untergrund verlegereif ist.
Ist der Estrich eben, rissfrei und trocken?
Frei von haftungsmindernden Stoffen wie z.B. Öle, Fette, Lacke oder Wachse?
Vor dem Auftragen der Grundierung muss die Fläche mindestens besenrein sein.
Ob der Boden ausreichend sauber ist testen Sie mit einer Wischprüfung
Die Grundierflüssigkeit wird unverdünnt mit einer Walze auf den Estrich aufgetragen.
Grundieren Sie gründlich und vollflächig.
Für eine genaue Dosierung achten Sie auf die Packungsangaben.
Die Grundierung ist abgeschlossen und der Boden muss nun trocknen.
Die Trocknungszeit gemäß Herstellerangaben einhalten.
Dann kann die Verlegung der Fliesen in Angriff genommen werden.
Unsere Schritt für Schritt-Anleitung zeigt Ihnen die Verlegung von offenporigen Travertinfliesen.
Als Format wurde der Römische Verband gewählt, da er zu den beliebtesten Verlege-Mustern zählt.
Andere Travertinformate und weitere Natursteinsorten wie Kalkstein
werden auf die gleiche Art und Weise verlegt
Erste Voraussetzung für ein gutes Verlege-Ergebnis ist,
dass der Boden zuvor grundiert wurde.
Ein Fliesen-Set des RömIschen Verbandes besteht aus sechs Fliesn mit den golgenden Formaten;
Eine Fliese im Format 60 x 40
Zwei quadratische Fliesen mit 40 cm Kantenlänge
Zwei quadratische Fliesen mit 20 cm Kantenlänge
und eine Fliese im Format 20 x 40
Dieses Grundmuster wird dann fortgesetzt.
Eine maßstabsgetreue Skizze des Verlege-Motivs kann bei der späteren Verlegung sehr nützlich sein.
Zudem Ist es hilfreich die Fliesen schon vor der Verlegung zu sortieren
und im Römischen Verband anzuordnen
Sie erhalten ein einheitliches Gesamtbild, wenn Sie die Fliesen aus unterschiedlichen Sets mischen.
Verschnittstücke sollten am Ende dort gelegt werden, wo sie möglichst wenig auffallen.
Planen Sie daher den Ausgangspunkt Im Raum entsprechend.
Falls keine Randdämmstreifen an der Wand sind, müssen sie vor der Verlegung angebracht werden.
So verhindern Sie Einspannungen und minimieren Trittschall.
Für die Verlegung von Travertinfliesen im Römischen Verband ist ein Flexkleber optimal.
Dadurch haben sie eine höhere zeitliche Flexibilität bei der Ausrichtung der Fliesen.
Nach dem Auftragen des Flexklebers bleiben Ihnen 30 min zur Verklebung
Kleinere Korrekturen können innerhalb der drauffolgenden vier Stunden gemacht werden.
Der Online-Shop von jonastone schlägt Ihnen das richtige Verlege-Material
auf Wunsch automatisch für jeden Naturstein vor.
Beachten Sie beim Anrühren die Herstellerangaben!
Wenn Sie sich unsicher sind,
rühren Sie zunächst nur eine kleine Menge Kleber an,
um ein Anstreifen zu vermeiden
und passen Sie die Klevbermenge nach und nach Ihrer Verlege-Geschwindigkeit an.
Die ideale Kleberkonsistenz sollte standfest und trotzdem leicht mit der Zahntraufel zu verarbeiten sein.
Nach einer kurzen Reifezeit von drei bis fünf Minuten noch einmal durchrühren.
Dann wird der Kleber auf den Boden aufgetragen.
Gleichmäßig dicke Fliesen, das bedeutet mit Maßabweichungen in der Fliesendicke von ca. 1 mm,
werden im Dünnbettverfahren verlegt.
Bei dieser Art der Verlegung wird der Kleber mit einer 10-er Zahntraufel ca. 10 mm dick aufgekämpft.
Die Zahntraufel möglichst Im 45-Grad-Winkel halten und den Kleber gleichmäßig und ausreichend auftragen.
Bei Fliesen mit größeren Maßtoleranzen wendet man das so genannte Mittelbettverfahren an.
Hier wird der Natursteinkleber entsprechend stärker aufgetragen
Besonders bei Travertin empfehlen wir von jonastone das Buttering-Floating-Verfahren.
Hierbei wird der Kleber nicht nur auf den Boden, sondern auch auf die Fliesenrückseite aufgetragen
So vermeiden Sie Lufteinschlüsse, Unebenheiten oder Hohlräume unter den Fliesen.
Kleine Unebenheiten gleichen Sie durch leichtes Anklopfen mit einem weißen Gummihammer aus
Stellen Sie sich einen Eimer und Schwamm bereit,
um Klebereste auf der Plattenoberfläche zeitnah abwischen zu können.
Das vereinfacht die spätere Grundreinigung.
Es ist hilfreich anhand der Skizze zu überprüfen,
ob das Verlege-Motiv des Römischen Verbandes richtig ausgelegt ist.
Wie sie anhand der rot und grau markierten Fliesen sehen,
ergibt die Anordnung aus zwei Sets
das Grundmuster des RömIschen Verbandes,
dass sich fortlaufend Im Raum wiederholt
Überprüfen sie regelmäßig mit Hilfe einer Wasserwaage,
ob die Fliesen eben verlegt sind.
Für große Räume eignet sich zusätzlich eine Richtlatte.
Damit können sie leichte Unebenheiten ausgleichen
und überprüfen, ob die Fugen in der Flucht verlaufen.
Um den geraden Fugenverlauf sicherzustellen,
können Sie zusätzlich eine Richtschnur spannen.
Durch die unterschiedlichen Formatgrößen des RömIschen Verbandes
muss die jeweilige Fugenbreite austariert werden.
Dies nennt der Fachmann händisch vermitteln.
Legen Sie die Fließen nach Augenmaß parallel zueinander
und gestalten Sie den Fugenabstand möglichst einheitlich.
Eine Fugenbreite von ca. 3-6 mm ist hierbei empfehlenswert.
Die Fuge kann aber je nach Geschmack auch größer gewählt werden.
Teilweise entstehen dennoch geringe Unterschiede in der Fugenbreite.
Nach dem Verfugen gehen diese aber harmonisch im Gesamtbild auf.
Beim RömIschen Verband handelt es sich um einen sogenannten Endlosverband
bei dem es keine Begrenzung gibt.
Lassen Sie sich an den Seitenrändern des Raumes nicht dazu verleiten
passgenaue kleine Formate zu verwenden
anstatt das für diese Stelle vorgesehene größere Format entsprechend zuzuschneiden.
Schneiden Sie Fliesen laut Verlegeplan zu, da Ihnen sonst die kleineren Formate im weiteren Verlauf fehlen werden.
Naturstein schneidet man am besten mit einer Nassschneidemaschine.
Gerade Kanten gelingen damit hervorragend.
Die Schneidemaschine kann zu Tagessätzen im Baumarkt ausgeliehen werden.
Für filigrane Aussparungen gibt es einen passenden Aufsatz für die Bohrmaschine.
Professionelle Fliesenverleger achten darauf,
dass zugeschnittene Fliesen nicht kleiner werden
als die Hälfte des ursprünglichen Fliesenformats
Das Gesamtbild wirkt damit harmonischer
Sind alle Fliesen verlegt muss der Kleber trocknen
Nach ca. 12 Stunden sind die Fliesen wieder begehbar,
nach 24 Stunden verfugbar.
Wenn Sie einen Fliesensockel möchten,
sollten Sie zunächst den Randdämmstreifen mit einem Cuttermesser abschneiden.
Tragen Sie den Natursteinkleber wie unser Fliesenleger auf.
Dann wird der Kleber beim Ansetzen und Andrücken vollflächig zwischen Sockel und Wand verteilt.
Dies sorgt für eine gute Haftung der Sockelleisten.
Verwenden Sie Holzkeile als Abstandshalter
oder als Alternative zugeschnittene Kartonage,
wenn sichergestellt ist, dass diese nicht abfärbt.
Den verbleibenden Abstand bis zur Ecke ausmessen
und Sockelleisten passend zuschneiden
Vor dem nächsten Schritt, der Verfugung und Imprägnierung,
müssen Sie eine Trocknungspause von ca. 24 Stunden einplanen
Sind die Fliesen verlegt und verklebt,
folgt im nächsten Schritt die Verfugung der offenporigen Fliesen
Wir von jonastone empfehlen die Fliesen davor zu imprägnieren
Die Reste der Fugenmasse lassen sich von imprägnierten Fliesen einfacher entfernen.
Achten Sie bei der Wahl der Imprägnierung darauf,
dass sie für Naturstein geeignet ist.
Tragen Sie die Imprägnierung satt und vollflächig auf die sauberen Fliesen auf.
Das Imprägniermittel zieht in die Steinoberfläche ein
und bildet in den Kapillaren einen unsichtbaren Film
Dieser reduziert die Saugfähigkeit des Steins und schützt ihn im Alltag vor Verschmutzung und Flecken.
Pfüzenbildung sollten Sie möglichst, vermeiden.
Überschüssige Imprägnierung entfernen Sie am besten vor dem Antrocknen mit einem fusselfreien Tuch.
Lassen Sie die Imprägnierung, je nach Außentemperatur,
zwischen 24 und 48 Stunden trocknen, bevor Sie mit dem Verfugen beginnen
Nehmen Sie für das exakte Mischverhältnis von Fugenmaterial und Wasser einen Messbecher zu Hilfe.
Beachten Sie die Mengenangaben des Herstellers!
Der jonastone Onlineshop schlägt ihnen zum Stein gleich das richtige Fugenmaterial in der passenden Farbe vor.
Die vorgeschlagene Fugenfarbe ist farblich auf den Stein abgestimmt,
Je nach Geschmack kann die Farbe aber auch geändert werden.
Für den Travertin wurde ein Fugenmörtel mit schmutzabweisendem Perleffekt in der Farbe Hellbeige gewählt
Nach dem Anrühren einige Minuten reifen lassen.
Vor dem Auftragen noch einmal aufrühren!
Mit einem Fugenbrett das Material möglichst diagonal zum Fugenverlauf einbringen.
Halten Sie das Fugenbrett dazu leicht schräg.
Vergessen Sie auch nicht die seitlichen Fugen an den Sockelleisten.
Beachten Sie, dass Dehnungsfugen nicht mit Fugenmörtel gefüllt werden.
Diese werden in einem späteren Schritt mit Naturstein-Silikon verschlossen.
Offenporige Travertinfliesen haben zudem die Besonderheit, dass die Löcher mitverfugt werden.
Streichen Sie dazu das Fugenmaterial vollflächig mit dem Fugenbrett über die Fliese.
Bevor Sie die Fliesen säubern machen Sie den Fingertest
Das Fugenmaterial sollte nicht ganz trocken sein, sondern nur leicht angezogen.
Sie erkennen es auch an der matten und etwas hellen Farbe des Materials.
Dann lassen sich die überschüssigen Reste des Fugenmaterials von den Fliesen leichter entfernen.
Entfernen Sie zunächst den überschüssigen Mörtel mit Wasser.
Dazu den Boden mit einem Schwammbrett in kreisenden Bewegungen abwaschen.
In einem zweiten Reinigungsschritt die Fliesen vollständig säubern.
Die anschließende Trocknungszeit für das Fugenmaterial beträgt zwei Stunden.
Nach 12 Stunden können Sie die Dehnungsfugen füllen.
Dehnungsfugen werden mit Silikon gefüllt und kompensieren Ausdehnungen des Materials.
Sie werden zwischen Wand und Boden angebracht.
Die vom Estrichleger vorgesehenen Dehnungsfugen im Boden werden ebenfalls mit Silikon gefüllt.
Bringen Sie das Naturstein-Silikon mit einer Silikon-Kartusche ein.
Ein Naturstein geeignetes Silikon-Glättmittel hilft beim Abziehen der Silikon-Fugen
Verwenden Sie hierfür einen Fugenglätter.
Nach ca 24 Stunden sind die Silikonfugen trocken
und Sie können den Raum bei Bedarf einer Grundreinigung unterziehen.
Verdünnungsgrad und Einwirkzeit des Grundreinigers entnehmen Sie den Herstellerangaben.
Lassen Sie die Grundreinigung nicht eintrocknen.
Wischen Sie im Anschluss nochmals ausreichend mit klarem Wasser nach.
Travertin entfaltet seinen ganzen Charme erst nach der Verlegung.
Erst dann kommen seine warmen Farbnuancen und seine Ausstrahlung so richtig zur Geltung.

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